Das kleine Almanach rund um Autoschlüssel und Schlösser: 26 Begriffe verständlich erklärt – damit Sie wissen, was zu einem neuen Schlüssel gehört.
- Autoschlüssel-Rohling
- Ein ungefräster Schlüssel mit passendem Profil und Gehäuse. Aus ihm wird der Bart gefräst; Transponder und Fernbedienung werden anschließend angelernt.
- Bart
- Der mechanische Teil des Schlüssels, der ins Schloss passt. Er wird nach den Maßen des Originals oder nach Code gefräst.
- Festbart- und Klappschlüssel
- Beim Festbart ist der Bart starr, beim Klappschlüssel klappt er per Knopfdruck aus dem Gehäuse. Klappmechanismen verschleißen und lassen sich oft reparieren.
- Wendeschlüssel (Innenprofil)
- Schlüssel mit seitlich eingefrästem Profil, die in beide Richtungen ins Schloss passen. Sie werden auf speziellen Fräsen hergestellt.
- Transponder
- Ein kleiner Chip im Schlüsselkopf, der ohne Batterie per Funk mit der Wegfahrsperre kommuniziert. Ohne angelernten Transponder startet das Auto nicht.
- Wegfahrsperre
- Elektronisches System, das den Motorstart nur mit einem bekannten Transponder erlaubt. Neue Schlüssel müssen angelernt, verlorene können gesperrt werden.
- Anlernen / Codieren / Programmieren
- Sammelbegriffe dafür, einen Schlüssel dem Fahrzeug bekannt zu machen: Transponder an der Wegfahrsperre registrieren, Fernbedienung synchronisieren.
- Funkfernbedienung
- Teil des Schlüssels für die Zentralverriegelung. Sie braucht eine Batterie und muss nach dem Tausch mancher Bauteile neu synchronisiert werden.
- Keyless-Go / Komfortzugang
- Das Auto erkennt den Schlüssel in der Nähe und öffnet bzw. startet ohne Tastendruck. Bequem, aber anfällig für Relay-Angriffe.
- Relay-Angriff
- Diebstahlmethode bei Keyless-Systemen: Das Funksignal des Schlüssels wird verlängert, sodass das Auto glaubt, der Schlüssel sei in der Nähe. Abhilfe: abschirmende Hülle, Schlüssel nicht in Türnähe ablegen.
- Keycard
- Kartenförmiger Schlüssel, vor allem bei Renault. Gestartet wird per Karte bzw. Startknopf; im Inneren steckt meist ein Notschlüssel.
- Notschlüssel
- Mechanischer Schlüssel im Gehäuse von Keyless- oder Kartenschlüsseln, mit dem sich das Auto bei leerer Batterie öffnen lässt.
- Steuergerät
- Elektronikmodul im Fahrzeug, etwa für Wegfahrsperre oder Zündung. Ist es defekt, kann es oft geklont statt neu gekauft werden.
- Klonen
- Übertragen aller Daten eines (defekten) Steuergeräts oder Transponders auf ein Ersatzteil – die Konfiguration bleibt erhalten.
- OBD-Schnittstelle
- Diagnosebuchse im Fahrzeug. Über sie werden bei vielen Modellen Schlüssel angelernt oder Fehler ausgelesen.
- EWS und CAS
- Wegfahrsperren- bzw. Zugangssysteme bei BMW (EWS bei älteren, CAS bei vielen E-Modellen). Sie bestimmen, wie ein Schlüssel angelernt wird.
- EZS und ELV
- Bei Mercedes das elektronische Zündschloss (EZS) und die elektrische Lenkradverriegelung (ELV/ESL). Defekte führen dazu, dass das Auto nicht startet.
- Schlüsselgehäuse
- Die Hülle aus Kunststoff mit Tasten. Gebrochene Gehäuse werden getauscht, Elektronik und Transponder bleiben erhalten.
- Mikroschalter
- Kleine Taster auf der Platine der Fernbedienung. Abgenutzte Mikroschalter sind ein häufiger Grund, warum Tasten nicht mehr reagieren.
- Knopfzelle
- Flache Batterie in der Fernbedienung. Reagiert der Schlüssel nur noch auf kurze Distanz, ist sie oft schwach.
- Profilzylinder
- Der austauschbare Schließzylinder in Haus- und Wohnungstüren. Er lässt sich nach Schlüsselverlust schnell wechseln.
- Sicherheitszylinder
- Profilzylinder mit Bohr-, Zieh- und Kopierschutz, meist mit Sicherungskarte.
- Sicherungskarte
- Nachweis für Schließanlagen und Sicherheitszylinder. Nur mit ihr dürfen Nachschlüssel bestellt werden.
- Schließanlage
- System, bei dem Schlüssel je nach Berechtigung unterschiedliche Türen öffnen – etwa Haustür, Keller und eigene Wohnung.
- Zugefallene vs. abgeschlossene Tür
- Bei einer zugefallenen Tür ist nur die Falle eingerastet – meist schadensfrei zu öffnen. Bei einer abgeschlossenen Tür ist der Riegel ausgefahren; dann wird oft der Zylinder ersetzt.
- Mobiler Schlüsseldienst
- Schlüsseldienst mit Werkstatt im Einsatzwagen, der zum Kunden kommt – für Autoschlüssel ebenso wie für Haus- und Wohnungstüren.
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